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Wissenschaft 03.3

Frontalkollision / Vollbremsung

Neben Heckanstößen und seitlichen Kollisionen werden auch bei Vollbremsungen und Frontalkollisionen Verletzungen der Halswirbelsäule vorgetragen. Eine Frontalkollision liegt beispielsweise für die Insassen des stoßenden Fahrzeugs bei einem Auffahrunfall vor. Die Insassenbewegung bei einem Frontalaufprall ist grundsätzlich anders als bei einem Heckanstoß. Bei einem Frontalaufprall bewegen sich die Insassen zunächst mit gleichbleibender Geschwindigkeit relativ zur Fahrgastzelle nach vorn. Diese Bewegung vollzieht sich so lange, bis der Insasse durch den Sicherheitsgurt zurückgehalten wird. Hierbei vollzieht der Kopf eine nach vorn gerichtete Bewegung, eine so genannte Flexionsbewegung.

Zur Ermittlung der von Fahrzeuginsassen ohne Verletzungsfolge tolerierbaren Belastung bei Frontalkollisionen wurden in unserem Büro zahlreiche Versuche durchgeführt. Neben Autoskooter-Anstößen, bei denen ebenfalls ähnliche Bewegungsabläufe auftreten können, eignen sich Schlittentests gut zur Ermittlung der Belastungshöhe. Es wurden zahlreiche Gurtschlitten untersucht, die auf öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt werden, um die Akzeptanz des Sicherheitsgurtes in der Bevölkerung zu fördern. Diese Gurtschlitten wurden analog zu den Autoskootern bereits von einer Vielzahl von freiwilligen Personen benutzt. Hierbei kam es zu keinerlei Verletzungen im Bereich der Halswirbelsäule.